18.04.11

Newsletter + Konzertinfos


Möchten Sie über neue Projekte + Konzerte informiert werden? Schicken Sie Ihre mail-Adresse an post (at) karinoehler. de
(bitte ersetzen Sie das 'at' durch @)


die aktuelle website-Adresse: www.JazzChansons.com






+ wenn Sie ein paar Hörbeispiele suchen, könnten Sie hier fündig werden: 
www.myspace.com/karinoehler

alle Fotos auf dieser Seite von Dani Weisser www.danielweisser.com
und Fabian Pöhm www.rekodesign.de










17.04.11

Coverversionen

Coverversion war so ziemlich das Fieseste + Widerlichste, was sich die Musikindustrie je einfallen ließ. Schwarze Musik mit weißen Kopisten nachzuproduzieren, damit das weiße Publikum sich die Ohren nicht mit schwarzem Sound beschmutzen musste - was für eine abscheuliche Verachtung + Hirnrissigkeit sprach daraus!
+ ich begreife um nichts auf der Welt, warum man dieses Wort + die Idee dahinter nicht schon längst in die Hölle verbannt hat. Denn wenn jemand behauptet, er singe ein Cover, müsste er ja eigentlich die Plattenhülle verwursten. Abgesehen davon, dass bei vielen Songs der Original-Interpret gar nicht zu ermitteln ist, vielleicht war es ja der Komponist oder ein völlig unbekannter Studiosänger. + was bedeutet es, dass Herr X dieses Lied vor Frau Y gesungen hat????
Besonders irre wird es dann, wenn man weiße Sänger covert - wozu das denn? Will man jetzt die Ohren der farbigen Mitbürger vor weißem Gesang bewahren? Muss echt nicht sein! + wenn es denn doch nötig sein sollte, dann müsste man doch alle Ohren davor schützen.
Wobei natürlich die Tatsache, dass man offenbart, ein Cover zu singen, schon eine Schwachsinnsidee an sich ist, denn das Cover sollte ja eben den Musikdeppen als Original verkauft werden; die sollten doch gar nicht merken, dass sie einer Kopie aufgesessen sind. + es heißt ja auch gleichzeitig: ich sage euch das, weil ihr selbst zu dämlich seid, um den Betrug zu bemerken.
In der bildenden Kunst nennt man eine Kopie übrigens Fälschung + die renommierten Marken kämpfen gegen Produktpiraterie, von unseren Copy&Paste-Politikern wollen wir gar nicht reden... + all das ist strafbar...
Was einige Leute mit dem Wort Coverversion bezeichnen sind Interpretationen oder Versionen; da singen Sänger einfach ein Lied von Autoren (die übrigens wahnsinnig gern genannt würden!!). + es zählt nur die Qualität der Interpretation; alles andere ist absolut irrelevant. Nicht umsonst weigert sich LEO, dieses widerliche Schwachsinnswort in sein Übersetzungsvokabular zu integrieren.
"Ich covere einen Song von Frank Sinatra" ist übrigens Schwachsinn hoch sieben, denn erstens ist der Song eben nicht von Frank Sinatra, selbst wenn der ihn sensationell gesungen hat + zweitens: glaubt da wirklich jemand, man würde ihn sonst mit Frank Sinatra verwechseln?
Die Steigerung der Dämlichkeit lieferte allerdings neulich eine Frau, die sich gern als Literaturpäpstin verkauft. Sie sagte, Sven Regener hätte ein Lied NACHGECOVERT!!!!! Ja, da muss man erst mal drauf kommen.
Sing ein Lied so gut du kannst + wenn du coverst: go to hell!

fühlen - nicht spielen

Das sind die Sänger, die mich schon mein Leben lang begleiten: natürlich der wahrhaft göttliche Charles Aznavour, Frank Sinatra + Sammy Davis jr., Ella Fitzgerald, Serge Lama, Ginette Reno, Daniel Lavoie, Garou, Michel Sardou, Daniel Guichard, Esther Ofarim, Odetta. Oder Friedrich Gulda, Svjatoslav Richter, Mstislav Rostropovich, Peter Maag, Erich + Carlos Kleiber... Deren Repertoire + ihre Interpretationen hauen mich schlicht + ergreifend um. Sie stellen all ihre musikalischen + emotionalen Fähigkeiten völlig in den Dienst der Musik, nie setzen sie sich selbst in Szene + gerade deswegen faszinieren sie ganz außerordentlich. Sie machen genau das, was Konstantin Stanislawski/Lee Strasberg forderten: sie spielen nicht, sie fühlen. Sie sind fähig, ihr emotionales Gedächtnis abzurufen + beherrschen ihr Instrument so perfekt, dass sie die Geschichten, die sie erzählen, auf ihre absolut eigenständige Weise zum Leben erwecken können. Welch Privileg, welch Geschenk ihnen zuhören zu dürfen!!

12.05.10

www.JazzChansons.com

Wenn Sie über www.JazzChansons.com hier gelandet sind, dann kennen Sie diese Homepage ja schon - demnächst gibt es auch wieder Neues auf www.karinoehler.de... ich kümmere mich bald!


Noch lieber kümmere ich mich allerdings um neue Lieder, die ich in die momentanen Programme einbauen kann; bei meinen Lieblingskomponisten Michel Legrand + Cole Porter gibt es noch genügend zu entdecken. Ich staune immer wieder, welch hinreißende Songs mir bis dato völlig unbekannt waren, viel zu selten gesungen werden oder aus irgend einem seltsamen Grund in Vergessenheit gerieten.

31.12.09

Theaterhaus Stuttgart 20.12.2009





Karin Oehler voc & Axel Kühn b im Stuttgarter Theaterhaus

von Thomas Staiber

Eine Frau und ein Mann, eine weibliche Stimme und ein Bass - mehr braucht es nicht, um einen Liederabend auf die Bühne zu bringen, der lange nachwirkt. Die Frau ist die Vokalistin Karin Oehler, in Stuttgart als Dozentin für Pop-Gesang und Interpretation bei "Go Vocal" tätig, der junge Mann am Kontrabass heißt Axel Kühn, seines Zeichens Landesjazzpreisträger 2009. Dessen außergewöhnliche musikalische und musikantische Begabung, seine technische Finesse und Einfühlsamkeit sind für sich schon ein Hörgenuss. Wie er der strahlenden Stimme von Karin Oehler warm und tief antwortet, wie zurückhaltend er sie begleitet, wie schön und phantasievoll er seine Soli gestaltet, das begeistert die Konzertbesucher des Theaterhauses.
Natürlich dreht sich bei den Songs und Chansons alles ums Lieben und Geliebtwerden, ums Verlassen und Verlassenwerden, um Liebeslust und Liebesleid. Den Inhalt jedes Liedes stellt Karin Oehler mit ein paar geistreichen Bemerkungen vor. Sie überträgt ihn ins Deutsche, sodass sich das Publikum ganz in den Klang der Musik und der gesungenen Sprache hineinfühlen kann. Nahezu akzentfrei singt sie mit klarer Stimme, der ihre akademische Bildung deutlich anzuhören ist. Sie tut das so glaubwürdig, als ob sie auf dem Liebeskarussell selbst schon die eine oder andere Runde gedreht, die lustvollen Seiten der Liebe ausgekostet, deren schmerzhafte durchlitten hat. Vieles davon wird der 28-Jährige, ihr junger Begleiter + ihre männliche Gegenstimme an diesem Konzertabend, noch vor sich haben. Auch dieser Kontrast von Erfahrung und Jugend ist reizvoll zu sehen und zu hören.


Das Programm, das die ostdeutsche Vokalistin zusammengestellt hat, enthält viele der besten Jazzsongs und Filmmelodien. Einen ganzen Liederzyklus widmet sie Michel Legrand, seiner französischen ("Les Parapluies De Cherbourg") und seiner Hollywood-Phase ("On My Way To You"). Sie interpretiert "Don't Explain", das Billie Holiday bekannt gemacht hat, das Lied einer Frau, die betrogen wurde, aber froh ist, dass ihr Mann zurückgekommen ist. Bei „Cry Me A River“ will auch einer zurück, erhält aber von der Verlassenen eine kühle Abfuhr, in der ihre geweinten Tränen allerdings noch zu spüren sind. Karin Oehler singt das relativ schnell, viel schneller etwa als ihre große Kollegin Diana Krall. Das Gedicht „Les Feuilles Mortes“ von Jacques Prévert wurde durch die Vertonung von Kosma unter dem Namen „Autumn Leaves“ zu einem Standard des Jazz. Miles Davis etwa hat ihn wunderbar gespielt. Auch hier geht es um eine vergangene Liebe, die als wehmütige Erinnerung in einem Lied weiterlebt. Karin Oehler singt es auf Französisch mit anrührender Intensität, Axel Kühn begleitet federnd und lässt es mit einem inspirierenden Solo ausklingen. Die letzte Melodie des Konzertabends, ein Largo von Dvorák, entlässt die Menschen nachdenklich in die Winternacht: Vielleicht erinnern sie sich an eigene gelebte Erfahrungen, die im Wohlklang dieser Duo-Musik aufgehoben worden sind. 

05.11.06

CD SCHOKOLADENLIEDER EXTRAHERB


01 La vie en rose
02 Parlez-moi d'amour

03 Plaisir d'amour
04 Cent mille chansons
05 The nearness of you
06 I concentrate on you
07 Ev'ry time we say goodbye
08 Don't explain
09 Gloomy sunday
10 Here's that rainy day
11 When I fall in love
12 The way we were
13 All mein Gedanken
14 Treue
15 Going home
16 Guter Mond, du gehst so stille

mit Stefan Engels, Kontrabass (Hof/Saale)
& Jens Schlichting, Piano (Hirschberg)
VK 10 € + Versand 2,50€



Bestellung per mail:  post(at)karinoehler.de
(at) durch @ ersetzen
oder bei l'agence espace sonore +49 7231 92 77 99

04.11.06

CD KRAMEN IN FÄCHERN




01 Sam, you made the pants too long
02 Leise zieht durch mein Gemüt
03 Funny girl
04 The way you look tonight
05 One hand, one heart
06 She's leaving home
07 Die Sonne scheint nicht mehr
08 Die Lotosblume

09 Over the rainbow
10 Les feuilles mortes
11 Looking forward
12 Will you still love me tomorrow

13 More than this
14 And so it goes


mit Stefan Engels, Kontrabass (Hof/Saale)
Holger Engel, Piano (Pforzheim)
Lars Binder, Drums (Tübingen)
VK 10 € + Versand 2,50€



Bestellmöglichkeit siehe "Schokoladenlieder"